LOVE
Seit 2018 präsentieren die Tanzfabrik Berlin und das Radialsystem gemeinsam in jedem Frühjahr Künstler*innen einem breiten Publikum auf den Bühnen des Radialsystems. Die Zusammenarbeit zielt darauf ab, die Arbeits- und Präsentationsbedingungen der Tanzschaffenden in Berlin über die jeweils eigenen Institutionsgrenzen hinweg zu verbessern. Neben der Sichtbarkeit der gemeinsamen Plattform entsteht auf diese Weise ein wichtiges Verknüpfungsmoment von lokalen und internationalen Künstler*innen und Szenen. Beide Institutionen unterstützen die Künstler*innen gleichermaßen mit Koproduktionsmitteln, Proberäumen und Öffentlichkeitsarbeit.
Third Skin – Performance von Ana Lessing Menjibar
„She is the daughter of two creatures that fought against silence. Against the silence that keeps the feelings inside like intestines. Against the silence that mutes the dead. But the womb is still fertile from which that silence crawled…“
Die Performance „Third Skin“ (Premiere 2023) der deutsch-spanischen Choreografin und Künstlerin Ana Lessing Menjibar, die Anfang März im Radialsystem gezeigt wird, ist eine poetische Reaktion auf die Öffnung ihrer Familiengeschichte. Sie widmet sich den Kriegs- und Faschismuserlebnissen, kollektiven wie individuellen Wunden und Erfahrungen des politischen Widerstandes dreier Generationen. In Resonanz auf diese Auseinandersetzung entwirft die Künstlerin gemeinsam mit ihrem Team die Fiktion einer Chimäre, die sich in konstantem Wandel zwischen Widerstand und Porosität bewegt.
In „Third Skin“ greift Ana Lessing Menjibar das dem Flamenco innewohnende (Körper-)Wissen auf, welches das Teilen von Emotionen als Ermächtigung des Körpers und als eine Quelle des Dialogs versteht. Sie setzt dieses in ihrer spezifischen, transdisziplinären Arbeitsweise mit Elementen aus der bildenden Kunst, dem zeitgenössischen Tanz und der elektronischen Musik neu zusammen. Ein Entwurf eines energetischen Kosmos‘ aus Körper, Klang, Rhythmus, Sprache und skulpturalen Objekten, in dem die Haut als durchlässige Oberfläche zu Markern der Zeit wird.
„Third Skin“ wird im Rahmen der :LOVE:-Kooperation zwischen der Tanzfabrik Berlin und Radialsystem in den Räumen des Radialsystems wiederaufgenommen. Mit der Initiative „Radialsystem ♥ Tanzfabrik“ kooperieren die beiden Institutionen, um gezielt die Präsentationsbedingungen von Tanzschaffenden zu verbessern.
06 03 2025
07 03 2025
08 03 2025
09 03 2025
Credits
„Third Skin“ ist eine Produktion von Ana Lessing Menjibar in Koproduktion mit dem tanzhaus nrw, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. Unterstützt durch das Goethe-Institut Madrid und erstellt mit finanzieller Unterstützung der Europäischen Union. Die hierin zum Ausdruck gebrachten Ansichten können in keiner Weise als die offizielle Meinung der Europäischen Union angesehen werden.
Das vorausgehende Rechercheprojekt „GROWING Third Skin“ wurde gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR.
Die Wiederaufnahme von ‘Third Skin’ wird ermöglicht durch Mittel des Hauptstadtkulturfonds und der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt.
Media partnerships:
The Berliner
Rausgegangen
taz – die tageszeitung
tip Berlin
More Information:
https://www.radialsystem.de/de/veranstaltungen/third-skin/
https://www.analessingmenjibar.com/
EARTH WORKS – Performance von Sergiu Matis
Der Score für die neue Performance des Choreografen Sergiu Matis besteht aus Texten, die Autor*innen aus der ganzen Welt über ihre persönlichen Erfahrungen mit unserer existenziell bedrohten Umwelt verfasst haben. Diese Reflexionen, die für „Earth Works“ in Auftrag gegeben wurden, werden von fünf Performer*innen rezitiert, übersetzt und interpretiert. Ausgelöst durch Worte und Sätze entstehen Bilder, Figuren, choreografische Räume und Atmosphären, durch die sich die Performer*innen bewegen: Die Textkörper tragen sie durch die Choreografie, und die Tänzer*innen tragen ihrerseits die Worte durch den Raum. Diese Verschränkung verleiht den Texten Körper und Stimme und oszilliert dabei zwischen Trauer und Hoffnung, Zerstörung und Widerstandsfähigkeit. Die Performer*innen werden dazu getrieben, neue Wege zu beschreiten und damit der planetaren Gesellschaft angesichts des sechsten Massenaussterbens Hoffnung zu geben.
„Earth Works“ ist eine Fortsetzung von Sergiu Matis‘ langjähriger künstlerischer Auseinandersetzung mit der Klima- und Biodiversitätskrise und der Beziehung zwischen Text und Choreografie.
19 12 2024
20 12 2024
21 12 2024
22 12 2024
Credits
Eine Produktion von Sergiu Matis, gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds. In Koproduktion mit Teatro Nacional Dona Maria II Lissabon im Rahmen von apap – FEMINIST FUTURES, kofinaziert vom Creative Europe Programm der Europäischen Union, PACT Zollverein, Radialsystem und Tanzfabrik Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von BUDA (Kortrijk) im Rahmen von apap.
Media partnerships:
The Berliner
Rausgegangen
taz – die tageszeitung
tip Berlin.
More Information:
https://www.radialsystem.de/de/veranstaltungen/earth-works/
http://www.sergiumatis.com/
The Infinite Gesture – Performance von Ixchel Mendoza Hernández
Eine Reise in das Reich der Verbundenheit: Die neue Performance „The Infinite Gesture“ von Ixchel Mendoza Hernández, die Mitte Dezember im Radialsystem Premiere feiert, erforscht die transformative Kraft von Berührung, Verbindung und Empathie. Aus der sensiblen Geste der Berührung entsteht eine ineinander verschlungene choreografische Landschaft, in der sich drei Performer*innen begegnen und Fragen nach unserem sozialen Miteinander stellen. Sie untersuchen in „The Infinite Gesture“ verschiedene Perspektiven des In-Verbindung-Kommens, von Haut-zu-Haut Kontakt bis zu symbolischen, metaphysischen und gesellschaftspolitischen Dimensionen des Zusammenseins. Ixchel Mendoza Hernández lässt in der Performance das Veränderungspotential von Berührungen in Bezug auf Machtstrukturen, Abhängigkeit und Fürsorge erfahrbar werden und sucht nach alternativen Erzählungen für dieses Beziehungsgeflecht.
Die in Berlin lebende Choreografin und Performerin Mendoza Hernández erforscht seit vielen Jahren ein Phänomen, das sie „Visual Ghost“ nennt – ein sich ständig wandelndes Bewusstsein von Wahrnehmung und innerer Virtualität. In einer Welt, in der das Sichtbare und das Unsichtbare, subjektive und objektive Realitäten eng verwoben sind, untersucht sie, wie das Immaterielle, Unsichtbare durch körperliche Erfahrung „gegenwärtig“ werden kann. Mit choreografischen Mitteln setzt sie sich damit auseinander, wie wir Wahrnehmungsrealitäten rekonstruieren und umgestalten können.
„The Infinite Gesture“ kommt im Rahmen der :LOVE:-Kooperation zwischen Tanzfabrik Berlin und Radialsystem in den Räumen des Radialsystems zur Uraufführung. Mit der Initiative „Radialsystem ♥ Tanzfabrik“ kooperieren die beiden Institutionen, um gezielt die Präsentationsbedingungen von Tanzschaffenden zu verbessern.
Do 19 12 2024
Fr 20 12 2024
Sa 21 12 2024
So 22 12 2024
Credits
Eine Produktion von Ixchel Mendoza Hernández, in Koproduktion mit Radialsystem und Tanzfabrik Berlin. Mit freundlicher Unterstützung von Something Great - Zentrum für Internationales Zeitgenössische Darstellende Künste, Ruhner Berge und Werkstatt für Darstellende Künste e.V. Gefördert aus Mitteln des Hauptstadtkulturfonds.
Medienpartnerschaften
The Berliner
Rausgegangen
taz – die tageszeitung
tip Berlin.
Mehr Informationen
https://www.radialsystem.de/de/veranstaltungen/the-infinite-gesture/
https://www.ixchelmendoza.com/
Milla Koistinen – Magenta Haze
In „Magenta Haze“, der neuen Kreation von Milla Koistinen, ergibt sich aus dem Spiel der Performer*innen mit großen, farbigen Objekten eine Choreografie subtiler Kipppunkte zwischen Distanz und Nähe, Zusammengehörigkeit und Entfremdung, Zerbrechlichkeit und Stärke, Individuum und Gruppe. Die von der bildenden Künstlerin Sandra E. Blatterer geschaffenen luftgefüllten Objekte nehmen unterschiedliche Formen, Bedeutungen und Assoziationen an, während die Performer*innen ihre Materialität, Haptik und klanglichen Qualitäten erkunden. „Magenta Haze“ wird im Rahmen der :LOVE:-Kooperation zwischen Tanzfabrik und Radialsystem als Deutschlandpremiere in den Räumen des Radialsystems präsentiert. Mit der Initiative „Radialsystem ♥ Tanzfabrik“ kooperieren die beiden Institutionen, um gezielt die Präsentationsbedingungen von Tanzschaffenden zu verbessern.
Mit „Magenta Haze“, uraufgeführt am 27. Oktober 2022 im Dance House Helsinki, erforscht Koistinen Gruppendynamiken und das Verhalten von Individuen innerhalb eines Kollektivs, genauso wie gemeinschaftliche Ekstase und kollektive Freude. Inspiriert von der Idee, dass Ekstase ein Zustand ist, in dem wir aus uns selbst heraustreten und uns an einen „anderen“ Ort begeben, lädt Koistinen die Zuschauer*innen dazu ein, sich im Raum zu bewegen und die Choreografie zu beobachten.
02 03 2023
03 03 2023
04 03 2023
Credits
Produziert von Dance House Helsinki im Rahmen des SPARKS-Projekts. Koproduziert von Szene Salzburg und apap – FEMINIST FUTURES, ein Projekt kofinanziert durch das Creative Europe Programm der Europäischen Union. In Zusammenarbeit mit der Tanzfabrik Berlin und dem Radialsystem.
Gefördert durch NATIONALES PERFORMANCE NETZ Koproduktionsfonds für Tanz, der von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien, Arts Promotion Centre Finland, Finnish Cultural Foundation und TelepART Mobility Support finanziert wird.
Das Radialsystem ist Partner*in der JUGENDKULTURKARTE Berlin. Mehr Infos unter: www.kulturprojekte.berlin
Medienpartner
taz. die tageszeitung
tip Berlin
ExBerliner
Rausgegangen.
Mehr Informationen
https://www.radialsystem.de/de/veranstaltungen/magenta-haze-milla-koistinen/
https://millakoistinen.com/



